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Makler: Ohne korrekten Käufernamen keine Provision

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OLG Karlsruhe, Urteil vom 13.06.2007, Az. 15 U 60/05

Einem Immobilienmakler steht dann eine Provision zu, wenn der von ihm erbrachte Nachweis für den Abschluss eines späteren Kaufvertrages ursächlich gewesen ist. "Dabei müssen sie jedoch bei der Angabe von Kaufinteressenten genau auf die Namensdaten achten, andernfalls kann ihnen die Provision durch die Lappen gehen", warnt Marcus Zachmann von der Quelle Bausparkasse.

Das musste ein Makler leidvoll erfahren, der für einen Hausverkäufer tätig war und zwei Schwestern die Immobilie zeigte. Allerdings wurde dabei irrtümlich in das Formular die "falsche" Schwester als Kaufinteressentin eingetragen. Ein wenig später übersandte der Makler eine Interessentenliste an den Verkäufer. Es kam jedoch zu keinem Verkauf an diese Interessentin. Den Vertrag unterschrieb nämlich einige Wochen später die andere Schwester gemeinsam mit ihrem Mann.
Daraufhin verlangte der Makler von dem früheren Eigentümer die Zahlung der vereinbarten Provision. Dieser winkte jedoch ab. Die Richter vom Oberlandesgericht Karlsruhe gaben ihm Recht. Weil die Schwester nicht auf der Interessentenliste aufgeführt worden war, sei sie aus Sicht des Maklers auch nicht als Vertragspartner infrage gekommen. Daran ändere nichts, dass die Interessentin und die spätere Käuferin Geschwister seien.


Information von Quelle Bausparkasse
 
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