Baurecht

Urteile und Kommentare aus dem Baurecht

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Home Immobilienrecht Urteile Nießbrauch: Eigentümer kann Renovierungskosten nicht steuerlich abziehen

Nießbrauch: Eigentümer kann Renovierungskosten nicht steuerlich abziehen

Drucken
Finanzgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 28.11.2006, Az. 4 K 413/01

Bei der Übertragung einer Immobilie auf die nächste Generation kann sich der Schenker einen lebenslangen Nießbrauch oder ein lebenslanges Wohnrecht an der Immobilie vorbehalten. „Nießbrauch bedeutet, dass den Eltern zum Beispiel weiterhin die Mieteinnahmen zustehen, obwohl die Kinder zivilrechtliche Eigentümer des Objekts sind" sagt Verena Tiemann von der Quelle Bausparkasse. Dabei sind jedoch einige steuerliche Aspekte zu beachten, wie ein Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg zeigt.

Im vorliegenden Fall hatten sich die Eltern gemäß dem Schenkungs- und Nießbrauchsvertrag verpflichtet, sämtliche Grundstückskosten inklusive der Instandhaltungskosten selbst zu tragen. Da die Eltern jedoch die Renovierungskosten dann doch nicht bezahlen konnten, wurden diese von den Kindern übernommen. Diesen Betrag wollten sie steuerlich geltend machen.

Das Finanzgericht Baden-Württemberg lehnte jedoch während des Bestehens einer Nießbrauchsbelastung einen Abzug von Aufwendungen des Eigentümers als vorweggenommene Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung ab (Urteil vom 28.11.2006, Az. 4 K 413/01).
Die Kinder haben gegen die Entscheidung Revision beim Bundesfinanzhof eingelegt (BFH, Az. IX R 3/07).

Quelle:  Quelle Bausparkasse

Baurechtsurteile.de Nr.661
 
Das könnte Sie auch interessieren:

Urteilssuche



Top Thema

Führt der einzige Weg für die Baufahrzeuge über das Grundstück des Nachbarn, kann dieses vorübergehende Befahren des Grundstücks nicht zu einem Beschwerdewert von über 600,- EUR führen. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden.
Weiterlesen...