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Immobilienmakler muss Schadenersatz zahlen

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OLG München, Urteil vom 14.04.2005 - 19 U 5861/04

Gibt ein Makler in einem Exposé eine größere Grundfläche an, obwohl er weiß, dass das Grundstück vorher bereits mit einer kleineren Flächenangabe angeboten wurde, so schuldet er dem Käufer Schadenersatz. Über diese Entscheidung des Oberlandesgerichts (OLG) München informiert Jörg Hofmann von der Quelle Bausparkasse alle Kaufinteressenten und Immobilienmakler.
Nach Auffassung des OLG muss ein gewerblich tätiger Makler einen möglichen Käufer grundsätzlich über alle ihm bekannten Fakten, die für dessen Kaufentschluss von Bedeutung sein können, aufklären. Ein Hinweis im Exposé, dass die dort aufgeführten Angaben vom Grundstückseigentümer stammen und dass für deren Richtigkeit keine Gewähr übernommen werde, befreit den Makler nicht von seiner Offenbarungspflicht.

Im vorliegenden Fall stellte sich die frühere, kleinere Flächenangabe als die richtige heraus. Bei Kenntnis der um ein Drittel geringeren Gartenfläche wäre jedoch der Käufer nicht bereit gewesen, den vollen Kaufpreis zu zahlen. Der Makler muss dem Erwerber den so entstandenen Schaden ersetzen.

Quelle: www.quelle-bausparkasse.de

Baurechtsurteile.de Nr.605
 
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