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Immobilien gegen Absicherung an Nachkommen verschenken

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Eine Information von Quelle Bausparkasse

Geben Eltern ihre Immobilie schon vorzeitig in die Hände der Kinder, verschenken sie meist den größten Teil ihres Vermögens. Viele zögern daher, aus Angst ihre Sicherheiten für das Alter zu verlieren. „Doch Schenkungen können grundsätzlich an bestimmte Vorgaben geknüpft werden", empfiehlt Anette Rehm von der Quelle Bausparkasse.

So kann man sich Alterssicherungsrechte wie Nießbrauch oder ein Wohnrecht vertraglich vorbehalten und so Vermögen zu Lebzeiten auf Verwandte übertragen, ohne seine Ansprüche darauf komplett abzugeben.
Beim Nießbrauch kann der „Schenker" entweder das Grundstück weiterhin selbst nutzen (Vorbehaltsnießbrauch) oder er bleibt zivilrechtlicher Eigentümer des Grundstücks (Zuwendungsnießbrauch).

Für einen Schenkungsvertrag sind notarielle Beurkundung und Grundbucheintragung nötig. Im Schenkungsvertrag wird beispielsweise dem Sprössling die Immobilie unentgeltlich übertragen. Gleichzeitig behält sich der Schenker den Nießbrauch vor.

Vertraglich kann auch festgelegt werden, dass der Beschenkte die Immobilie nur mit Zustimmung des Nießbrauchsberechtigten belasten oder verkaufen darf. „Empfehlenswert ist immer der Einbau einer Rückfallklausel für bestimmte Fälle", rät Rehm. Ist der Beschenkte zum Beispiel grob undankbar, stirbt er vor dem Schenker, lässt er sich scheiden oder droht Vermögensverfall, so kann das Grundstück zurück gefordert werden. Das Nießbrauchsrecht lässt sich weder übertragen noch vererben. Es endet mit Ablauf der vereinbarten Dauer, spätestens mit dem Tod des Nießbrauchers.
Gerade hinsichtlich der kommenden Erbschaftssteuerreform könnte je nach Einzelfall ein Vorziehen einer Schenkung sinnvoll sein, da sich künftig die höhere Bewertung von Immobilien steuerlich nachteilig auswirken kann.

Quelle: Quelle Bausparkasse
 
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